Restaurant
Gesundheitsresort Bad St Leonhard
Kältekammer

Geschichte

Burg Gomarn

In der ersten Hälfte des 12. Jahrhunderts entstand im Herrschaftsgebiet des Hochstifts Bamberg die Leonhardskirche, die von Bischof Otto geweiht wurde. Darum entstand nach und nach ein Ort, der 1287 erstmals urkundlich erwähnt wurde. Im Schutz der Burg Gomarn entwickelte er sich schnell zum Markt St. Leonhard und besaß schon vor 1311 Stadtrechte, die im Juli 1325 durch Bischof Heinrich urkundlich bestätigt wurden. Wie die übrigen Besitzungen des Hochstifts Bamberg in Kärnten wurde St. Leonhard 1759 an die Habsburger verkauft.

Im 15. und 16. Jahrhundert wurde im nahen Klieninger Graben intensiv nach Gold und Silber gegraben und die Stadt erlebte Ihre Blütezeit. Auch Mitglieder der berühmten Augsburger Kaufmannsfamilie Fugger betrieben in der Region bald Dutzende Gruben und Stollen. Der Abbau von Eisen, der ebenfalls eine große wirtschaftliche Rolle spielte, wurde im Jahre 1876 endgültig eingestellt.

Der Preblauer Säuerling wurde schon im Mittelalter an der Tafel des Bamberger Bischofs gereicht. Auf seinen Reisen kam auch der berühmte Arzt und Naturforscher Theophrastus Bombastus von Hohenheim, besser bekannt als Paracelsus, in das Bergbaugebiet. Er soll das heilkräftige Preblauer Sauerwasser einer ersten Analyse unterzogen haben. Heute ist das „Preblauer Heil- und Mineralwasser“ weithin bekannt.

Im Jahre 1870 wurde  die damals noch frei abfließende Schwefelquelle von mehreren Bürgern von Bad St. Leonhard gefasst und mit einer Holzleitung zum Standort des heutigen Gebäudes abgeleitet. Der südliche Trakt wurde damals als Badehaus mit zwei Kabinen errichtet. Das Heilwasser erwärmte man im Freien bei offenem Feuer in Kesseln.

Um die Jahrhundertwende erwarb ein Wiener Arzt die Quelle und das Badehaus, das er durch einen Zubau für ca. 10 Kabinen erweiterte. Nach dem 1. Weltkrieg wechselten die Besitzer. Ein Wiener Baumeister verpachtete das Bad an den Gasthofbesitzer Kienzl in Bad St. Leonhard. Von 1924 bis 1927 war Jakob Lang Pächter, dann erwarb er das gesamte Areal. 1927 baute er  das Haus zu einem Pensionsbetrieb aus. 1935 wurde die Stadt in „Bad Sankt Leonhard“ umbenannt. Das einstige Heilbad wurde abgerissen und ein neues Kurbad errichtet. Zwischen 1973 und 2009 war die Stadtgemeinde Bad St. Leonhard Eigentümer des Gebäudes sowie auch Pächter der Nutzungsrechte des Quellwassers. 2009 errichtete der heutige Betreiber, die Dr. Dr. Wagner Gruppe, das moderne Gesundheitsresort Bad St. Leonhard.